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Fluss Iser

Böhmisches Paradies

Semily, 513 01

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Der Fluss Iser ist der bedeutendste rechte Nebenfluss der Elbe. Er entspringt im Isergebirge, wo er die Grenze zwischen der Tschechischen Republik und Polen bildet. Der Fluss verbindet das Gebiet von Riesengebirge, Isergebirge und Böhmisches Paradies und stellt somit die Achse dieses ganzen Gebiets dar.

Den Namen Iser haben die Slawen aus dem Keltischen übernommen. Der Unterlauf des Flusses, der am Oberlauf von Nadel- und Mischwäldern umgeben ist, schlängelt sich durch die Niederwiesen mit Weidengebüsch am Ufern. Die naturreinen Orte, wo viele Vertreter des Pflanzen- und Tierreichs ihren Lebensraum haben, wurden zu einem kleinflächigen Naturschutzgebieten erklärt. Für die Qualität des Flusswassers spricht nicht nur eine große Menge von Fischen sondern auch die Tatsache, dass die Flusskrebse, die auf den Reinheitsgrad des Wassers so empfindlich reagieren, wieder den Oberlauf besiedeln.

Iser entspringt auf der tschechischen Seite des Berges Smrk im Isergebirge in der Höhe ca. 1000 m ü.M. Er fließt dann durch die Bergebene Velká jizerská louka zwischen ausgedehnten Torfbecken. Unter dem Berg Bukovec nimmt er den ersten rechten Nebenlauf der Jizerka auf und strömt weiter mit mehreren Kaskaden über die Felsblöcke durch das enge Tal. Bis zur Gemeinde Kořenov bildet der Fluss die Staatsgrenze mit Polen. In Mýtiny, einem Teil von Harrachov, tritt Iser in das Riesengebirge ein und durchfließt die malerischen stillen Orte des Nationalparks. Unterhalb von Harrachov wird der Fluss mit dem Wasser des wilden Flusses Mumlava bereichert, der für seine Wasserfälle bekannt ist. Sehr berühmt sind die sgn. Riesentöpfe – ringförmige Steingebilde mit einem Durchmesser von einigen Zentimetern bis einige Meter, die hier im Flussbett liegen. In der Nähe von Hradsko bei Vysoké nad Jizerou ragt auf einem Felsensporn über dem Fluss die Ruine der Burg Nístějka empor, die in alten Zeiten den Handelspfad durch das Flusstal schützte. In Poniklá fließt Iser durch ein kleines Karstgebiet, in dem sich die große Höhle Ponikelská befindet (der Öffentlichkeit nicht zugänglich).

Iser wird von mehreren Brücken überspannt, von denen einige zum technischen Denkmal erklärt wurden. Als Beispiel kann man die Brücke aus dem Jahre 1912 in Peřimov nennen, die damals die größte Betonbrücke Böhmens war oder die überdachte Holzbrücke in Bystrá nad Jizerou, die 1922 gebaut wurde.

In der Stadt Semily läuft nach 50 km die Iser mit dem Fluss Oleška zusammen, der in Staropacké hory entspringt. Unter der Stadt Semily fließt die Iser in einen Engpass ein, durch den der Pfad Riegrova stezka führt. Das schluchtartige Felsental wurde 1951 zum Naturschutzgebiet unter dem Namen Údolí Jizery erklärt. In Podspálov nimmt die Iser den Fluss Kamenice auf, der ihr Wasser von Norden, aus Jizerské hory zuleitet. Entlang dem Fluss Kamenice führt der Pfad Palackého stezka zur Burg Návarov und weiter nach Tanvald. Von Spálov fließt die Iser über Železný Brod nach Malá Skála und dann über die Gemeinde Dolánky mit einer Perle der Volksarchitektur, dem Hof Dlaskův statek in die Stadt Turnov ein. Der Weg geht weiter entlang dem westlichen Rand vom Böhmischen Paradies, wo der Wasserlauf mit den linken Nebenläufen Libuňka und Žehrovka und rechtem Nebenlauf Mohelka verstärkt ist. Der lange Lauf endet in der Elbe bei Lázně Toušeň, unweit von Brandýs nad Elbem.

Die Täler entlang des Flusses sind sehr anziehend sowohl für Sportler als auch für Touristen – sowie Wanderer als Radfahrer. Auf dem Oberlauf eignet sich für sie am besten der Abschnitt zwischen Jizerka und Kořenov, nach dem Weg Planýrka zur Gemeinde Paseky nad Jizerou. Das dichte Netz von Radfahrerstrecken überwindet mehrmals den Fluss Iser auch in der Umgebung von Semily. Für die Wanderer ist wieder der Tal von Iser mit dem touristischen Pfad Riegrova stezka bei Semily bestimmt, auf den in der Gemeinde Pospálov der Pfad Palackého stezka entlang des Flusses Kamenice anknüpft. Oft aufgesuch wird das hoch über dem Fluss situierte Gebiet von Maloskalsko, wo sich viele schöne Aussichten in die Gegend bieten. Außer den Ausflügen und Radfahren kann man hier auch Bergsteigen betreiben.

Der Fluss Iser reizt selbstverständlich auch die Kanuten. Der Engpass nach dem Zusammenfluss mit Mumlava bis zum Horní Sytová stellt im Frühjahr die besten Bedingungen für die Freunde des wilden Wassers und Raftings. Den Abschnitt zwischen Malá Skála und Turnov haben sich wieder die Urlaubskanuten liebgewonnen. Iser ist von Spálov bis zur Mündung in den Fluss Elbe befahrbar.

Die Flusswasserqualität gehört zu den besten in der Tschechischen Republik und deshalb leben hier viele Fischarten. Iser ist daher von Fischern sehr beliebt.

Řeka Jizera, Autor: Milan Drahoňovský
Řeka Jizera, Autor: Milan Drahoňovský
Řeka Jizera, Autor: Milan Drahoňovský
 
 
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