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Auf den Spuren Albrechts von Wallenstein

Böhmisches Paradies

Albrecht von Wallenstein ist eine der herausragendsten historischen Persönlichkeiten unserer Region. Dieser mächtige Mann des Friedländer Dominiums hinterließ in unserem Landstrich unauslöschliche Spuren und errichtete hier viele bedeutende Bauwerke.

Der Verein Český ráj hat eine Wanderung unter der Bezeichnung Auf den Spuren Albrechts von Wallenstein vorbereitet, die uns zu jenen Städten, Burgen und Schlössern führt, die mit der Persönlichkeit Albrechts von Wallenstein im Zusammenhang stehen. An all diesen Orten erhalten Sie eine Broschüre und eine Karte mit näheren Informationen. Sofern Sie sich auf die Spuren Albrechts begeben und unterwegs sechs Stempel von den Objekten sammeln, die teil des Projektes sind, erhalten Sie eine Albrechts-Münze.

In das Projekt Auf den Spuren Albrechts von Wallenstein eingebundene Orte in unserer Region:

Mnichovo Hradiště
Im Areal des ehemaligen Kapuzinerklosters befindet sich die Grabstätte des Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein. In die hiesige St. Anna Kapelle ließ Vinzenz von Waldstein im Jahr 1784 die sterblichen Überreste des friedländischen Herzogs und seiner Gemahlin Lukrezia aus dem Karthäuserkloster in Valdice (Walditz) überführen, das vom Kaiser Josef II. aufgelöst worden war.

Bezděz
Die ehemalige königliche Burg wurde in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts von Přemysl Otokar II errichtet. Wallenstein erlangte sie nach dem Jahr 1622. Zunächst ließ er sie als Schlüsselfestung zum Schutz des Südwestens des Herzogtums befestigen. Nach militärischen Erfolgen ließ er von seinem Vorhaben ab und ließ auf Bezděz das Augustinerkloster aus Bělá verlegen. Hier bereitete er das Klosterstift der Montserrat-Benediktiner vor.

Česká Lípa
Wallenstein erwarb das Dominium von Česká Lipa im Jahr 1623 und gründete bald darauf den Konvent der Beschuhten Augustiner-Eremiten mit einem Gymnasium bei der Allerheiligenkirche. Er war um die Erneuerung der Propstei der Zisterzienser aus Plasy bei der Kirche der Hl. Maria Magdalena bestrebt. Die Stadt war für ihn ein wichtiger Herrensitz an der Westgrenze des friedländischen Herzogtums.

Lemberk
Lemberk, eine frühmittelalterliche Burg, wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts zum Schutz der Landesstraße von Böhmen in die Lausitz errichtet. Gegründet wurde sie durch das alte Adelsgeschlecht der Markvartic, von dem auch der Ursprung der Waldsteiner abgeleitet wird. Der Name der Burg – Löwenberg – erklärt die Löwin im Wappen der Markvartic und auch im Waldsteiner Wappen. Albrecht von Wallenstein erlangte den uralten Schicksalsort des Geschlechtes als Konfiskat und verlieh ihn später als Friedländer Lehen.

Grabštejn
Eine der ältesten Burgen in Nordböhmen, die das Tal der Neiße und den hier hindurchführenden Weg nach Böhmen schützte. Dieses bedeutenden landesstrategischen Punktes und des umliegenden Dominiums bemächtigte sich Wallenstein als Konfiskat, und im Jahr 1633 trat er ihn an den Grafen Maximilian von Waldstein ab.

Žitava (Zittau)
Žitava mit dem Aussichtswandelgang auf dem Turm der Johanniskirche wurde wegen der einzigartigen Möglichkeit gewählt, das (katholische) Friedländer Herzogtum gewissermaßen von außen, von einem protestantischen politischen Gebiet aus, wahrzunehmen. Von hier aus kann man die durch Berge befestigte nördliche Grenze des Herzogtums überschauen und sich der bedeutenden strategischen Stellung der Burg Grabštejn und Frýdlant (Friedland) auf den Zugangswegen bewusst werden.

Frýdlant
Die Burg aus der Mitte des 13. Jahrhunderts ging nach dem Jahr 1620 in das Vermögen Albrechts von Wallensteins über und war gleichzeitig auch die Basis seines Fürstentums, später des friedländischen Herzogtums. Auf Frýdlant weilte Wallenstein nicht sehr häufig, als Residenzstadt wählte er Jičín. Frýdlant war für ihn jedoch ein wichtiger nördlicher Stützpunkt des Herzogtums, so dass er die Burg vom Fortifikationsingenieur Giovanni Pieroni gründlich befestigen ließ.

Hejnice
In der Klosterkirche Mariä Heimsuchung ist Wallensteins Feldaltar aufbewahrt.

Liberec
Die gegenwärtige bedeutende Industriestadt war ursprünglich ein Dorf, und noch in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts lediglich ein Städtchen mit einer Tuchmacherei. Jenes Städtchen wurde unter Albrecht von Wallenstein im Jahr 1630 zu einem wichtigen Produktions- und Handelszentrum erweitert. Die kurze Zeit des friedländischen Herzogtums war für Liberec, das nicht nur einmal in seiner Geschichte einen bemerkenswert jähen Aufschwung verzeichnete, äußerst wichtig.

Turnov
Die Lage der Stadt prädestiniert Turnov dazu, die Kreuzung von wichtigen Straßen zu sein. Von hier aus kann man von Frýdlant kommend nach Jičín und Wien begeben, oder abbiegen und entlang der Iser in das Landesinnere, nach Prag, gelangen. Für Wallenstein war die Stadt gleichzeitig ein wichtiges Produktions- und Handelszentrum. Bereits seit dem Mittelalter ist Turnov beispielsweise durch das Schleifen von Halbedelsteinen bekannt.

Burg Valdštejn
Waldstein – ein schicklicher Name für die auf einem riesigen Sandsteinfelsblock errichtete Burg. Die ursprüngliche Burg der Waldsteiner wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, ging jedoch später an andere Besitzer über. Albrecht von Wallenstein erwarb sie von den Smiřický (Smirschitzern), indem er die verwandtschaftlichen Bande mit den Smirschitzern nutzte und sich zum Vormund des geistesschwachen letzten männlichen Sprösslings des Geschlechts, Jindřich Smiřický (Heinrich von Smirschitz) erklären ließ.

Hrubá Skála
Die ursprüngliche Burg wurde auf einem Plateau von zwei riesigen Felsen errichtet. Zu Wallensteins Zeiten handelte es sich bereits um ein Schloss, das vorher durch die Smirschitzer umgebaut wurde. In den Augen Wallensteins war Skála ein, augrund seiner Lage, außerordentlich bedeutsamer Ort, wovon die Tatsache zeugt, dass er sich entschlossen hat, hier ein Archiv unterzubringen.

Valdice
Das Karthäuserkloster wurde in Valdice ab 1627 von den italienischen Architekten Andrea Spezza und Giovanni Pieroni erbaut. Zugleich wurde es als Wallensteins Gruft projektiert. Nach der Auflösung des Klosters durch Josef II. wurden die sterblichen Überreste des Herzogs an einen anderen Ort überführt und das frühere Kloster wurde in eine Strafvollzugsanstalt umgewandelt.

Libosad
Am Ende der beinahe zwei Kilometer langen, vierreihigen, von Jičín ausgehenden Lindenallee wurde der Komplex eines Ehrenhofes, des sog. Cour d´honneur, sowie einer Sala terrena mit der Bezeichnung Loggia errichtet. Dieses nahe der Stadt gelegene Vergnügungszentrum Wallensteins wurde am Schnittpunkt zweier Landschaftslinien, auf den Verbindungslinien zwischen dem Hügel Veliš, der Walditzer Karthause und der Achse des Loggia Parks, des sog. Libosad, projektiert. Der Bau ist, so wie viele andere in Jičín, unvollendet.

Jičín
Die gegen Ende des 13. Jahrhunderts gegründete Stadt ging im 17. Jahrhundert gemeinsam mit den weiteren Besitztümern der Smirschitzer in das Vermögen Albrechts von Wallensteins über. Sie wurde zum Verwaltungszentrum des friedländischen Herzogtums, wo Wallenstein seine Residenz gründete, ein Palais und daneben die Propsteikirche St. Jakob, das Jesuitenkolleg und ein Gymnasium errichtete. Ferner gründete er hier auch die Neustadt mit einer neuen Kirche, der jetzigen Maria de Sale-Kirche.

Staré Hrady
Eine gotische Burg mit der Handschrift der Bauhütte des Peter Parler mit einem angebauten Renaissanceschloss und einer Siedlung unterhalb des Schlosses. Es handelt sich um einen einzigartigen Renaissancekomplex mit erhaltenen figuralen Sgraffiti. Albrecht von Wallenstein kaufte das Schloss im Jahr 1628. Das hiesige Dominium ließ er dann durch seinen Neffen verwalten.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf www.turnov.cz oder auf www.cesky-raj.info.

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