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Regionalgalerie Liberec - im ehem. Stadtbad

Isergebirge

Masarykova 723/14
Liberec, 460 01

Telefon:+420 485 106 325
GSM:+420 723 588 829
E-mail:oblgal@ogl.cz
Web:www.ogl.cz
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Historie der Galerie

Historie der Regionalen Galerie Liberec ist mit der Gründung des  Nordböhmischen Museums im Jahre  1873 verbunden.  Das Nordböhmische Museum war damals das erste Museum dieser Art in Böhmischen Ländern. Die Bildersammlung des Nordböhmischen Wirtschaftsmuseums –unter diesem geänderten Namen trat das Museum ab dem Jahre 1882 auf – erfasste vor allem Werke der bildenden Kunst der Region. Die Bildersammlung wurde im Jahre 1904 durch eine beachtenswerte Kollektion von mehr als zwei Hundert Werke bedeutend erweitert, und zwar dank Herrn Heinrich von Liebig, der diese Bilder dem Museum geschenkt hat. Um weitere bedeutende Aquisitionen wurden die Sammlungen im Jahre 1918 (Grafische Sammlung Herrn Dr. Anton Randa) und im Jahre 1927 (Bilder- und Zeichnungssammlung von Ferdinand Bloch) erweitert. Im Jahre 1946 wurde die Bildersammlung in der ehemaligen, im Neurenaissance-Baustil  in den Jahren 1870 - 1872 gebauten Villa von Johann Liebig Junior platziert, die sich in der unmittelbaren Nähe des Reichenberger-Schlosses befindet. Diese Trennung wurde auch rechtlich im Jahre 1953 bestätigt. Seit dieser Zeit kam es im Rahmen der Regionalen Galerie Lieberec zu einer Reihe von administrativen Änderungen.  Nach der letzten Änderung im Jahre 2001 wurde die Galerie zu einer einzigen sammlungsbildenden Galerie – zum Museum der Kunst des Bezirkes Liberec, die sich nach der Anzahl der Sammlungsgegenstände zu den  fünf größten Galerien der Tschechischen Republik zählt. Sie tritt unter anderen Sammlungen nicht nur durch die ausgezeichnete Sammlung der böhmischen Kunst des 20. Jh., sondern auch durch das Übergreifen der Sammlung in die europäische Kunst, zum Beispiel in die österreichische und deutsche Malerei des 19. Jh. oder in die französische Landschaftsmalerei hervor.  Was die zuletzt erwähnte französische Landschaftsmalerei betrifft, verfügt die Galerie über eine einzigartige Sammlung der Bilder von Eugène Boudin, die sich zu den größten, sich außer Frankreich befindenden Sammlungen zählt. Von großer Bedeutung ist auch die Vertretung der europäischen Grafik von der Renaissance bis zum 18. Jahrhundert. Eine interessante und im bestimmten Sinn auch einzigartige Sammlung bilden die Werke der böhmischen deutschsprachigen Künstler. 

 

Das Gebäude des ehemaligen Liebig-Palastes, in Räumlichkeiten dessen sich die Galerie während langen  67 Jahren befand, ergab sich schrittweise – obwohl in der Vergangenheit zu einigen Teilrekonstruktionen kam -  in mehreren Aspekten nicht mehr geeignet zu sein. Dank der erfolgreich vollendeten Rekonstruktion und Revitalisierung des ehemaligen Stadt-Bad-Gebäudes konnte die Galerie einen passenden, den strengen EU-Standarden im Bereich Deponieren und Ausstellen der Kunstwerke  entsprechenden Sitz finden, wo  dem Besucher eine Reihe von  neuen Diensten inkl. Bibliothek und Forscherraum mit komfortablem Klima zur Verfügung steht.  Die Räume bieten Exklusivität und gleichzeitig auch Außergewöhnlichkeit in großzügigen Räumlichkeiten eines vierstöckigen Gebäudes an. Man kann die Räume bei Bedarf auch für andere Kultur- und Gesellschaftsveranstaltungen nutzen. Die Regionale Galerie Liberec, mit aktuellem Visuell-Stil versehen,  ist zu einer modernen Institution für das 21. Jahrhundert geworden!

Ausstellungsprogramm

Galerie setzt in ihren reichhaltigen Ausstellungstätigkeiten fort. Neben den Ausstellungskreisen, denen sich die Galerie schon früher gewidmet hat -  wie z. B. die mit dem Bezirk Liberec oder Euroregion Nisa verbundene Kunst -  wird die Galerie neben den Ausstellungen der alten, älteren modernen und gegenwärtigen Kunst  in der Zukunft auch die Architektur, Fotografie, neue Medien und site-specificart präsentieren. Zu diesem Zwecken entstand die Fotogalerie NIKA und ein spezieller Raum „Galerie SET“.  Zu unseren Strebungen gehören auch Bemühungen, periodenweise die ausländischen Künstler im Rahmen eines großzügigen Ausstellungsprojektes vorzustellen. Besonders betont werden Ausstellungen, die die Kunst der deutschsprachigen Autoren der ersten Hälfte des 20. Jh. in Böhmen vorstellen. Ziel der Galerie ist, die verschiedenen Fassetten der Kunst für das möglichst umfangreiche Publikum auf freundliche Art und Weise zu präsentieren.

DAUERAUSSTELLUNGEN

Auf den Wellen der Kunst

Die didaktisch und chronologisch konzipierte Dauerausstellung der Kunst in den böhmischen Ländern von der Neuzeit  bis zur Gegenwart stellt ein Profil der Maler- und Bildhauerwerke von den Sammlungen der Regionalen Galerie Liberec dar.

Die ältesten Werke stammen aus der Zeit um Jahr 1500. Barock wird durch die zierliche Stillebenmalerei und  das 19. Jahrhundert dagegen durch die realistische und romantische Landschaftsmalerei vertreten.  Das 20. Jahrhundert, durch  die zahlreichen  „-ismen“ charakterisiert, füllt den Großteil  von dem abgegrenzten Raum aus und stellt die unersetzlichen Meisterwerke im Kontext mit ihrer Entstehungszeit vor. Die Konzeption der Ausstellung der zweiten Hälfte des 20. Jh. geht von den bedeutenden politischen  Momenten unserer Historie  aus. Im Einklang mit der geschichtlichen Entwicklung werden nicht nur die grundsätzlichen Namen der Künstler, sondern auch alle wichtigen schöpferischen Richtungen erwähnt und die wichtigsten Momente in der Entwicklung der böhmischen bildenden Kunst gezeigt.  Die Ausstellung widerspiegelt gleichfalls auch die Struktur der Sammlungen der Galerie. Der Präsentation der Kunst nach dem Jahre 1945 wurde der größte Raum verleiht. Die Ausstellung  sollte ein Querschnitt der Entwicklung der bildenden Kunst in böhmischen Ländern schaffen  und diese Kunst mit ihren Hauptströmungen und zeitlichen Anomalien zeigen.

 

REPRODUKTIONEN:

Johann Caspar Hirschely, Landschaft mit Schädel „Vanitas“, 1727

Johann Adalbert  Angermayer, Stilleben mit Vogeln und Taschenmesser, 1. Hälfte des 18. Jh.

 

Wilhelm Riedel, Abendlandschaft  mit Jäger, 1858

Antonín Slavíček, Baumgarten, 1907

Bohumil Kubišta, Kuss des Todes, 1912

Alois Wachsman, Vom Zyklus des Ödipus, 1934

Kamil Lhoták, Dem Schicksaal entgegen, 1948

Zbyšek Sion, Apokalyptische Heuschrecke, 1964–1966

Vladislav Mirvald, Kontinuierliche Zylinder, 1967

Věra Janoušková, Die Geste, 1982

Květa Pacovská, Das rote Quadrat, 1990

 

 

Heinrich von Liebieg, der  Sammler und Mäzen

Heinrich von Liebieg (1839–1904) gehörte zu der zweiten Generation der berühmten Reichenberger Textil-Industrieller. Neben seinem Anteil an der Leitung des Familienunternehmens hat er sich schon seit seinem Jugendalter der Kunstsammlertätigkeit gewidmet.  Diese Vorliebe konnte er auch durch seine systematische Arbeit für das Reichenberger Museum  verwerten – er war in dem Museum als Berater, Donator, Einkäufer und Ehrenkurator tätig. Im Testament vom Jahr  1904 vererbte  er seiner Geburtsstadt Reichenberg und ihren Institutionen nicht nur seine, sich in der damaligen Österreich-Ungarischen Monarchie zu den besten privaten Kollektionen zählende Bildersammlung, sondern auch eine Reihe von Stiftungen, Immobilien und ca. 2500 kunst-handwerkliche Gegenstände. Die wertvollsten Bilder vom 19. Jahrhundert, die in ihren Sammlungen die Galerie Liberec  verwaltet, stammen vor allem von seinem Nachlas. Es handelt sich um Bilder der österreichischen, deutschen und französischen Herkunft, die bisher in der Galerie nur im Rahmen von nationalen Abteilungen veröffentlicht wurden. Erst jetzt sind die Bilder zum ersten Mal in ihrer ganzen Gesamtheit vorgestellt und auch durch die weiteren von dem Sammler-Nachlas stammenden kunst-handwerklichen Gegenstände ergänzt.  Diese kunst-handwerklichen Gegenstände hat das Nordböhmische Museum Liberec verleiht. Das Konzept der in sechs Abteilungen geteilten Ausstellung stellt die Persönlichkeit des Sammlers und seine Sammlung im Licht des lyrischen Realismus und des Historismus vor. 

 

REPRODUKTIONEN:

Eugène Boudin, Deauville, Der innere Hafen, 1886

Franz von Defregger, Kopf eines Mädchens, um 1889

Ernest Meissonier, Die Wache, 1857

Narcisse Virgilio Díaz de la Peña, Stürmische Landschaft, 1872

August von Pettenkofen, Ungarischer Geschirrmarkt, um 1874

Eugen Jettel, Mondlandschaft mit Windrädern, 1884

Wilhelm Leibl, Im Atelier, 1872

 

Die goldene Zeit der niederländischen Malerei

Unter dem Begriff niederländische Kunst versteht man Kunst sowohl der nördlichen (heutige Niederlanden) als auch der südlichen Provinz (das heutige Belgien, dessen Kunst als flämische Kunst bekannt ist). Zum größten Beitrag dieser Kunst gehört der Aufschwung solcher Arten der Malerei, die in Italien unter dem Begriff pittura minore  bekannt wurde – eine niedrigere (im Sinne des Wortes eine kleinere) Art der Malerei. So wurde vor allem Landschaftsmalerei, manchmal auch Stilleben und Genremalerei bezeichnet. Und gerade die „kleinen Meister“, wie sie genannt wurden, haben ein bewundernswertes Fundament für den  Realismus im Weltmaßstab verlegt. Diese Sammlung in Liberec entstand in den 60. Jahren des 20. Jh. Dank der damaligen Direktorin der Galerie, Frau Hana Seifertová. Es handelt sich um eine interessante Kollektion mit einer überwältigenden Atmosphäre, die in einer Linie die Beispiele von einzelnen Malerarten und Genre präsentiert, in einer zweiten Linie dann an die Hauptzentren der niederländischen Malerei erinnert, z. B. an die Städte Haarlem, Amsterdam, Antwerpen usw. Die historischen Bilder verfügen dank der  gegenwärtigen Paraphrase über eine Sonderauswirkung.

 

 

REPRODUKTIONEN:

Jan Davidsz. de Heem, Stilleben mit Büchern und Schädel, 1629

Elias van den Broeck, Blumen im Waldunterholz, 1690-1705

Jan Jansz. van de Velde, Stilleben mit Kelchen, Weintrauben und Walnüssen, 1639

Wouter Knijff, Meeresküste mit Schloss und Schiffen, 1645

Vincent Sellaer,  Heilige Familie mit Johannes dem Täufer,  Elisabeth und Zacharias, um Hälfte des 16. Jh.

LEKTORENZENTRUM

Lektorenzentrum der Regionalen Galerie Liberec bietet den Schulen, Kindergärten und der Öffentlichkeit verschiedene Begleitprogramme zu den Dauer- und Sonderausstellungen und eine Reihe von Bildungs- und Freizeitaktivitäten an. Workshops, bildkünstlerische und Animationsprogramme für Schulen, Kindergärten und Interessentengruppen, Vorlesungen, bildkünstlerische Kurse usw. stehen zur Verfügung allen, die daran Interesse haben, näher in die bildende Kunst reinzuschauen. Die Galerie bietet auch eine interkative Dauerausstellung „Sei im Bild“ an, die den verspielten Besuchern und vor allem Kindern ermöglicht,  ihre Zeit aktiv zu verbringen. 

Anlage

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Öffnungszeit

Januar - Dezember Mo - geschlossen
Di 10:00 - 17:00
Mi 10:00 - 17:00
Do 10:00 - 19:00
Fr 10:00 - 17:00
Sa - So 10:00 - 17:00

Eintrittspreis

Eintrittspreis
Voller Eintrittspreis:80,00 CZK
Familien-Eintrittspreis:160,00 CZK max. 2 Erwachsene 3 Kinder
Kinder:40,00 CZK
Studenten:40,00 CZK
Senioren:40,00 CZK

Zusammenhängende Aufsätze

Oblastní galerie, Autor: Jakub Soukup

Fremdsprachiger Kommentar: Deutsch
Fremdsprachige Exponatbeschreibung: Englisch
Dienste: Parkplatz, Umkleideraum/Garderobe, Imbissstube, WC, Geschenkartikel- und Souvenirverkauf, Barrierenfreier Zugang
Museum Specification: Bildende Kunst

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Lázně, Autor: MIC Liberec
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